Ivy Lanes Buch und Roman
Vom Gift verbrannt, vom Teufel gerettet
Um meine arrangierte Ehe zu stehlen, ließ mich meine eigene Cousine Hailey mit einem chemischen Kampfstoff vergiften, der mein Blut buchstäblich kochen ließ. Sie bezahlte einen schmutzigen Hafenarbeiter, um mich in einem verlassenen Kühlhaus zu schänden, während ich bei lebendigem Leib von innen heraus verbrannte. Um zu überleben, schleppte ich mich in den eisigen Gefrierraum – und prallte gegen Demetrius Maddox, den unangefochtenen König der Chicagoer Unterwelt. Er war durch ein anderes Gift in unnatürlichem Eis gefangen. Mein Feuer war sein Gegengift, seine Kälte meine einzige Rettung. Wir klammerten uns aneinander, um nicht zu sterben. Doch genau in diesem Moment wurde die Tür aufgerissen. Hailey stand triumphierend im grellen Licht, flankiert von meinem Vater und meiner Großmutter, bereit, mich vor allen als Hure abzustempeln. Als sie jedoch den vernarbten, furchteinflößenden Don über mir erblickte, wich ihr triumphierendes Grinsen purer Todesangst. Um ihre eigene Haut zu retten, kreischte Hailey hysterisch, ich hätte alles inszeniert, und erinnerte den Don an eine törichte Beleidigung, die ich ihm vor Jahren an den Kopf geworfen hatte. Mein eigener Onkel, der Drahtzieher des Ganzen, schwieg feige und war bereit, mich dem Teufel zum Fraß vorzuwerfen. Sie dachten, ich würde betteln. Sie dachten, ich sei nur ein schwaches Opfer, das nun endgültig in der Falle saß. Aber Königinnen betteln nicht. Ich wischte mir das Blut ab, trat direkt vor den gefährlichsten Mann der Stadt und schlug ihm einen Pakt vor, der meine verräterische Familie in Asche verwandeln würde.
