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Die geheime zehnjährige Besessenheit des Milliardärs

Die geheime zehnjährige Besessenheit des Milliardärs

5.0
180 Kapitel
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Wenige Stunden vor ihrer Traumhochzeit erhielt Brooke eine anonyme Nachricht mit einer Hotelzimmernummer. Als sie die Tür einen Spaltbreit öffnete, sah sie ihren Verlobten Gaven auf dem Sofa – eng verschlungen mit ihrer älteren Halbschwester Livia. Die beiden stöhnten nicht nur vor Lust, sondern lachten auch hämisch darüber, wie sie direkt nach der Hochzeit die Firmenanteile von Brookes kranker Mutter stehlen würden. Am nächsten Tag stand Brooke im maßgeschneiderten Hochzeitskleid vor dem Traualtar. Als sie das Ja-Wort verweigerte, geriet ihr eigener Vater in Wut und verpasste ihr vor Hunderten von Gästen eine schallende Ohrfeige, um die lukrative Geschäftsfusion zu erzwingen. Brooke weinte nicht, während sie das Blut auf ihrer Lippe schmeckte. Sie spürte nur noch eiskalte Verachtung für diese Familie von Schlangen, die sie an einen Betrüger verkaufen wollte. Sie griff in ihr Kleid und warf einen USB-Stick zur Regiekabine. Sekunden später hallte das Sexvideo ihres Verlobten und ihrer Schwester über die Kirchenlautsprecher, gefolgt von eiskalten Beweisen für ihren millionenschweren Betrug. Während die High Society in Schock verfiel und ihr Vater tobte, drehte Brooke sich um und verließ die Kirche. Draußen im strömenden Regen wartete ein pechschwarzer Maybach auf sie. Auf dem Rücksitz saß Foster Pruitt, der rücksichtsloseste Milliardär der Stadt, den sie in der Nacht zuvor aus einem zerstörten Autowrack gezogen hatte. „Ich brauche einen Schild gegen meine Familie, und Sie brauchen eine Ehefrau für Ihren Vorstand“, sagte Brooke und blickte dem gefährlichen Mann direkt in die pechschwarzen Augen. „Lassen Sie uns heiraten.“

Inhalt

Die geheime zehnjährige Besessenheit des Milliardärs Kapitel 1

Die schwere Eichentür der Suite im obersten Stockwerk fühlte sich an Brookes Handfläche an wie eine Platte aus massivem Eis.

Der Korridor des Beverly Hills Hotels wurde von kristallenen Wandleuchtern nur schwach erhellt, aber das mangelnde Licht hinderte ihr Herz nicht daran, gegen ihre Rippen zu hämmern. Das Geräusch ihres eigenen Pulses war ohrenbetäubend.

Sie blickte auf den leuchtenden Bildschirm ihres Handys. Ihre Finger zitterten so heftig, dass die Textnachricht verschwamm.

Es gab keinen Absender. Nur eine Zimmernummer und einen einzigen Satz.

Er holt seinen Anzug nicht ab.

Brooke schluckte schwer. Ihre Kehle fühlte sich eng an, als hätte jemand eine Hand um ihre Luftröhre gelegt. Sie holte tief und unregelmäßig Luft und stemmte sich mit ihrem ganzen Gewicht gegen die Doppeltür am Ende des Flurs.

Die Tür war nicht ganz verriegelt. Sie gab mit einem leisen Klicken nach und öffnete sich nur einen Spalt breit.

Ein Geräusch drang durch den schmalen Spalt. Es war ein feuchtes, atemloses Stöhnen, gefolgt von dem unverkennbaren Klatschen von Haut auf Haut.

Brooke erstarrte. Ihr ganzer Körper wurde steif. Das Blut wich aus ihrem Gesicht und hinterließ ihre Haut kalt und klamm.

Sie beugte sich näher an den Spalt, während sich ihr Magen zu einem heftigen Knoten zusammenzog.

Im Dämmerlicht der Suite sah sie ihn. Gaven. Ihren Verlobten. Den Mann, den sie in weniger als vierundzwanzig Stunden heiraten sollte.

Er presste eine Frau gegen die Rückseite des Samtsofas. Seine Hände, dieselben Hände, die Brooke einen Diamantring an den Finger gesteckt hatten, umklammerten die Hüften der Frau.

Die Frau warf den Kopf zurück und stieß ein lautes, schrilles Lachen aus.

Brookes Sicht verschwamm. Der Raum kippte.

Es war Livia. Ihre ältere Halbschwester.

„Wann holst du dir die Rivers-Aktien?", keuchte Livia, während sich ihre Finger in Gavens Schultern gruben.

Gaven hielt nicht einmal inne. Seine Stimme war rau, völlig ohne die Wärme, die er normalerweise für Brooke aufhob.

„Direkt nach der Hochzeit. Sobald die Papiere unterschrieben sind, mache ich den Zug."

Brooke biss sich auf die Unterlippe. Sie biss so fest zu, dass der metallische Geschmack von Kupfer ihren Mund füllte.

Galle stieg ihr in der Kehle hoch. Sie musste ihre freie Hand auf den Magen pressen, um sich nicht direkt auf den Teppich zu übergeben.

Sie schrie nicht. Sie trat die Tür nicht auf.

Stattdessen breitete sich eine eiskalte Taubheit in ihren Adern aus. Sie hob ihr zitterndes Handy und schaltete in den Videomodus.

Sie drückte auf Aufnahme.

Durch den Spalt in der Tür nahm sie jeden Stoß, jedes Stöhnen und jedes widerliche Wort ihrer Verschwörung auf. Ihre Brust brannte von der Anstrengung, den Atem anzuhalten, aber sie hielt die Kamera ruhig.

Als sie genug hatte, beendete sie die Aufnahme. Ihr Daumen zitterte so heftig, dass sie das Gerät beinahe fallen ließ. Schnell drückte sie auf den Teilen-Button und schickte die Videodatei direkt an ihren privaten, verschlüsselten E-Mail-Server. Es war ein verzweifelter, instinktiver Akt der Selbsterhaltung, eine digitale Rettungsleine, die in die Dunkelheit geworfen wurde.

Dann drehte sie sich um und ging weg.

Sie rannte erst, als sie die Lobby erreichte. Ihre Absätze klickten hektisch auf dem Marmorboden, als sie in Richtung der Tiefgarage sprintete.

Sie warf sich auf den Fahrersitz ihres Wagens, schlug die Tür zu und drückte auf den Verriegelungsknopf.

Die Stille im Auto war erstickend. Brooke ließ ihren Kopf auf das Lenkrad fallen. Ein einziges, heiseres Schluchzen entrang sich ihrer Kehle.

Aber nur eines.

Sie hob den Kopf. Mit dem Handrücken wischte sie sich die einzelne Träne von der Wange. Ihre Augen, die ihr Spiegelbild im Rückspiegel anstarrten, waren tot und kalt.

Sie drehte den Schlüssel um. Der Motor heulte auf.

Brooke trat das Gaspedal durch. Der Wagen schoss aus der Garage und direkt in den plötzlichen, heftigen Wolkenbruch von Los Angeles.

Der Regen war eine undurchdringliche graue Wand. Die Scheibenwischer schlugen hin und her und kämpften darum, die Scheibe freizuhalten.

Sie fuhr die kurvenreichen, tückischen Serpentinen des Mulholland Drive hinauf. Sie brauchte Geschwindigkeit. Sie brauchte das körperliche Gefühl der Gefahr, um das Bild von Gaven und Livia, das sich in ihr Gehirn eingebrannt hatte, zu ertränken.

Als sie um eine scharfe Kurve fuhr, erfassten ihre Scheinwerfer einen Blitz aus schwarzem Metall.

Ein riesiger Maybach schleuderte wild über den nassen Asphalt. Er war zu schnell unterwegs.

Brooke trat voll auf die Bremse. Ihre Reifen quietschten auf der glatten Straße, und der Geruch von verbranntem Gummi füllte ihr Auto, während sie kämpfte, um nicht ins Schleudern zu geraten.

Vor ihr durchbrach der Maybach die metallene Leitplanke.

Das Geräusch von knirschendem Stahl hallte über den Donner hinweg. Der schwere Wagen balancierte am Rande der Klippe, die Hälfte seines Fahrgestells hing über dem schwarzen Abgrund.

Brooke saß drei Sekunden lang wie gelähmt da. Ihre Lungen setzten aus.

Dann übernahm der Instinkt.

Sie stieß ihre Tür auf und trat hinaus in den Sturm. Der eiskalte Regen durchnässte sofort ihre Kleidung und klebte ihr die Haare ins Gesicht.

Sie rannte auf den zerstörten Maybach zu, ihre Schuhe rutschten auf dem schlammigen Asphalt.

„Hey!", schrie sie gegen den Wind und hämmerte mit den Handflächen gegen die zerborstene Scheibe der Fahrerseite.

Die Airbags hatten sich ausgelöst und waren zu weißen, pulverigen Haufen zusammengefallen. Durch das zerbrochene Glas sah sie einen Mann, der über das Lenkrad gebeugt war. Er trug einen dunklen, maßgeschneiderten Anzug. Blut strömte aus einer Wunde an seiner Stirn und färbte seinen weißen Kragen purpurrot.

Sie packte den Türgriff und zog daran. Er rührte sich nicht. Der Metallrahmen war verbogen.

Brooke sah sich hektisch um. Sie entdeckte ein zackiges Stück Metallschrott von der Leitplanke, das auf der Straße lag.

Sie ergriff es, wobei ihre Finger an den scharfen Kanten entlangschrammten, und klemmte es in den Spalt der Tür.

Sie warf ihr ganzes Körpergewicht nach hinten. Das Metall ächzte und kreischte protestierend, bis die Tür schließlich aufsprang.

Ein starker Geruch schlug ihr sofort entgegen. Es war der scharfe, metallische Geruch von Blut, gemischt mit einem teuren, sauberen Zedern-Cologne.

Brooke beugte sich in den Wagen. Sie griff über die breite Brust des Mannes, ihre Hände zitterten, als sie am Gurtschloss herumnestelte.

Es klickte.

Sie packte ihn am Revers seines Sakkos und zog. Er war unglaublich schwer, ein totes Gewicht in ihren Armen.

Plötzlich riss der Mann die Augen auf.

Brooke schnappte nach Luft und erstarrte.

Seine Augen waren tief und pechschwarz. Selbst durch das Blut und den eiskalten Regen fixierte sein Blick den ihren mit einer erschreckenden Intensität, die einen heftigen, unwillkürlichen Schauer über ihren Rücken jagte. Es war nicht der leere, verblassende Blick eines Opfers, das seinen Verletzungen erliegt; er fühlte sich überwältigend schwer an, intensiv ... besitzergreifend. Er fesselte sie an Ort und Stelle und ließ ihr den Atem stocken.

Sie biss die Zähne zusammen, packte ihn unter den Armen und zerrte ihn mit aller Kraft nach hinten.

Sie fielen zusammen aus dem Auto und schlugen auf dem schlammigen Asphalt auf.

Eine Sekunde später bewegte sich der Maybach. Das Metall ächzte ein letztes Mal, bevor der schwere Wagen über die Kante rutschte und mit einem entfernten, widerlichen Aufprall in der dunklen Schlucht verschwand.

Brooke krabbelte rückwärts, ihre Brust hob und senkte sich heftig, während sie auf die leere Stelle starrte, wo eben noch das Auto gewesen war.

Sie wandte ihre Aufmerksamkeit wieder dem Mann zu. Er lag auf dem Rücken, und der Regen wusch das Blut von der Seite seines Gesichts.

Langsam hob er seine rechte Hand. Seine Finger, warm und rot überzogen, strichen über ihre nasse Wange.

Er murmelte etwas. Die Worte waren zu leise und gingen im heulenden Wind völlig unter.

Dann fiel seine Hand herab und klatschte auf den nassen Asphalt. Seine Augen verdrehten sich, und er verlor das Bewusstsein.

Brooke kramte in ihrer nassen Tasche nach ihrem Handy. Sie wählte 911, ihre Finger rutschten auf dem nassen Bildschirm ab. Sie nannte dem Disponenten den Standort und legte auf.

In der Ferne begann das leise, hohe Heulen von Sirenen den Sturm zu durchdringen. Blinkende rote und blaue Lichter spiegelten sich in den tief hängenden Wolken.

Brooke blickte ein letztes Mal auf den Mann hinab. Sie konnte es sich nicht leisten, hier zu sein. Sie konnte sich keine polizeilichen Fragen oder Verzögerungen leisten. Sie hatte morgen einen Krieg zu führen.

Sie stand auf, wich in die Schatten zurück und rannte zu ihrem Auto.

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Neueste Veröffentlichung: Kapitel 180   05-08 10:50
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