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Scheidung vom Tycoon: Die geniale Designerin

Scheidung vom Tycoon: Die geniale Designerin

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Drei Jahre lang ertrug Aletha eine lieblose Ehe mit dem skrupellosen Wall-Street-Milliardär Kristopher, nur um ihre Adoptivfamilie vor dem Ruin zu bewahren. Doch nach einer zermürbenden 12-Stunden-Schicht in der Notaufnahme wurde sie in ein VIP-Zimmer gerufen, nur um zu sehen, wie ihr Ehemann zärtlich seine weinende Geliebte Dinah in den Armen hielt. Als Aletha Dinahs winzigen Kratzer untersuchen wollte, stieß Kristopher sie brutal gegen einen Metallwagen und drohte, ihr die ärztliche Approbation zu entziehen. „Lerne deinen Platz als Ersatz. Du bist nicht einmal mit einer einzigen Haarsträhne von Dinah zu vergleichen.“ Die Demütigung nahm kein Ende: Er strich das Kapital für ihre Adoptivfamilie, woraufhin diese sie als wertlosen Hund beschimpfte und zwang, zu ihm zurückzukriechen. In derselben Nacht zerrte Kristopher sie in ein eiskaltes Lagerhaus, zwang sie in den blutigen Schlamm, um den kriminellen Bruder seiner Geliebten zu operieren – und ließ sie danach mitten in der dunklen Nacht völlig allein auf der Straße zurück. Drei Jahre lang hatte sie ihre Würde und ihre Freiheit geopfert. Sie hatte sich für Menschen bluten lassen, die sie nur als entbehrliches Werkzeug und Fußabtreter betrachteten. Als sie am nächsten Morgen ihr blutverschmiertes, erschöpftes Spiegelbild betrachtete, erlosch der letzte Funke Angst. Sie öffnete den versteckten Wandsafe und holte die Dokumente heraus, die bewiesen, dass sie in Wahrheit „Lan“ war – die gefragteste Haute-Couture-Designerin der Welt. Sie trug blutroten Lippenstift auf, schlüpfte in einen schwarzen Hosenanzug und machte sich auf den Weg, um ihr eigenes Imperium zurückzufordern.

Inhalt

Scheidung vom Tycoon: Die geniale Designerin Kapitel 1

Aletha saß im engen Pausenraum des Fairview Medical Center und starrte ausdruckslos auf den Styroporbecher in ihren Händen.

Sie nahm einen Schluck von dem schwarzen Kaffee. Er war eiskalt und schmeckte wie Batteriesäure, aber sie schluckte ihn hinunter, verzweifelt bemüht, die Erschöpfung einer zermürbenden zwölfstündigen Operationsschicht wegzuwaschen. Ihre Muskeln schmerzten in einem dumpfen, pochenden Rhythmus.

Die Tür des Pausenraums flog auf und schlug mit einem lauten Knall gegen die Wand.

Chloe, die leitende Krankenschwester der Notaufnahme, stand atemlos in der Tür.

"Dr. Ward! Wir haben einen VIP auf Vorstandsebene in Zimmer eins. Sie brauchen sofort einen behandelnden Arzt."

Aletha drückte ihren Daumen fest gegen ihren schmerzenden Brauenknochen. Sie stand auf, ihre Gelenke knackten, und zog ihren weißen Kittel über die Schultern. Sie ging hinaus in den grell erleuchteten, fluoreszierenden Korridor, ihre praktischen Schuhe quietschten auf dem Linoleum.

Sie stieß die schwere Tür zu VIP-Zimmer 1 auf.

Ein weißer medizinischer Sichtschutz versperrte ihr den direkten Blick auf das Untersuchungsbett.

"Es ist in Ordnung. Ich bin hier. Du bist in Sicherheit."

Die tiefe, sanfte Baritonstimme, die hinter dem Sichtschutz hervordrang, ließ Alethas Lunge erstarren. Die Luft in ihrer Kehle verschwand. Sie kannte diese Stimme besser als ihren eigenen Herzschlag.

Sie trat um den Sichtschutz herum.

Ihr großer, breitschultriger Ehemann, Kristopher, saß auf der Kante des Untersuchungsbettes. Er hatte eine Frau fest an seine Brust gezogen.

Dinah Caldwell.

Dinahs Augen waren rot und geschwollen. Sie zitterte wie ein verängstigtes Reh und zog sich in die Sicherheit von Kristophers teurem Anzugjackett zurück.

Kristopher hob den Kopf. In dem Moment, als sein Blick auf Aletha traf, verschwand die zärtliche Wärme in seinen Augen und wurde augenblicklich durch eine Schicht beißenden Frosts ersetzt.

Chloe trat von hinten an Aletha heran und reichte ihr das metallene Klemmbrett. Das Klappern des Clips durchbrach die erstickende Stille im Raum.

Aletha atmete tief durch. Der stechende Geruch von Antiseptikum füllte ihre Nase und half ihr, das brennende Gefühl hinter ihren Augen zu unterdrücken. Mit mechanischer Präzision klappte sie die Akte auf.

Sie ging auf das Bett zu.

"Ich muss Sie bitten, zur Seite zu treten, damit ich das Handgelenk der Patientin untersuchen kann", sagte Aletha mit einer Stimme, die völlig emotionslos war.

Kristophers Kiefer spannte sich an. Er trat einen halben Schritt zurück, aber seine große Hand blieb schützend über Dinahs Schulter gewölbt.

Aletha wandte sich dem rollbaren medizinischen Wagen zu. Sie zog ein Paar sterile Handschuhe aus der Schachtel und ließ sie über ihre Finger schnappen. Das Gummi machte ein scharfes, klinisches Geräusch in dem stillen Raum.

Sie streckte die Hand aus und ergriff Dinahs schmales Handgelenk. Sie untersuchte die Haut. Es war ein kleiner Kratzer, kaum zweieinhalb Zentimeter lang und nicht einmal tief genug, um genäht werden zu müssen.

Plötzlich stieß Dinah einen lauten, übertriebenen Schmerzensschrei aus und riss ihren Arm heftig zurück.

Kristopher reagierte sofort. Er schwang seinen Arm aus und stieß Aletha hart gegen die Schulter.

Überrascht von der Wucht der Hand ihres Mannes, stolperte Aletha rückwärts. Ihre Wirbelsäule prallte schwer gegen den metallenen Instrumentenwagen.

Der Wagen krachte mit einem ohrenbetäubenden metallischen Dröhnen gegen die Wand. Das Geräusch verschluckte vollständig das scharfe Zischen des Schmerzes, das Alethas Lippen entwich.

Kristopher stand aufrecht da und starrte auf sie herab.

"Sind Sie inkompetent, Dr. Ward? Können Sie nicht einmal leichten Druck auf eine Patientin ausüben?", fuhr er sie an, seine Stimme peitschte wie eine Gerte.

Ein dumpfer, ausstrahlender Schmerz breitete sich in Alethas Wirbelsäule aus. Sie biss fest auf ihre Backenzähne und starrte direkt in die kalten, unversöhnlichen Augen ihres Mannes.

Dinah zupfte sanft an der Manschette von Kristophers maßgeschneidertem Anzug.

"Kris, bitte sei nicht böse auf die Ärztin. Ich bin sicher, sie wollte mir nicht wehtun", flüsterte Dinah, ihre Stimme triefte vor künstlicher Süße.

Aletha senkte ihre Wimpern. Sie nahm einen Jodtupfer vom Tablett.

"Das ist ein Standard-Desinfektionsverfahren", erklärte Aletha tonlos.

Den mörderischen Blick ignorierend, den Kristopher auf die Seite ihres Kopfes warf, ergriff sie erneut fest Dinahs Handgelenk und betupfte schnell den Kratzer.

Mit effizienter Geschwindigkeit klebte sie ein Stück medizinisches Klebeband über die Wunde. Sie zog ihre Handschuhe aus und warf sie perfekt in den roten Behälter für biologische Gefahrstoffe in der Ecke.

"Wenn Sie sie noch einmal so anfassen, werde ich persönlich zum Vorstand gehen und Ihnen die Approbation entziehen lassen", warnte Kristopher, seine Stimme ein tiefes, gefährliches Grollen.

Alethas Gesicht blieb völlig ausdruckslos. Sie unterschrieb am Ende der Akte, machte auf dem Absatz kehrt und verließ den Raum. Sie hielt ihre Wirbelsäule vollkommen gerade.

In dem Moment, als die schwere Tür hinter ihr ins Schloss klickte, bog sie um die Ecke ins Nottreppenhaus.

Ihre Beine gaben nach. Sie sackte an der eiskalten Betonwand zusammen.

Ihre Hände zitterten heftig. Sie konnte sie nicht aufhalten. Ihre Gedanken waren vollständig von dem Bild eingenommen, wie ihr Mann einer anderen Frau den ultimativen, zärtlichen Schutz bot, den er ihr nie auch nur einmal gezeigt hatte.

Stunden später schlug die Uhr 2 Uhr morgens.

Aletha schleppte ihren erschöpften Körper aus dem Aufzug und zog ihre Schlüsselkarte durch, um das stockdunkle Penthouse in Manhattan zu betreten.

Sie streckte die Hand aus und knipste die Wandleuchte an.

Bevor sich ihre Augen an das plötzliche Licht gewöhnen konnten, stürzte eine große Gestalt aus den Schatten. Kristopher packte sie an den Armen und schleuderte sie gegen die schwere Eichentür.

"Bist du zu meinem Großvater gerannt und hast ihm von heute Abend erzählt?", verlangte er zu wissen, sein Atem heiß und wütend auf ihrem Gesicht.

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