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Falsches Zimmer: Im Bett mit dem Onkel meines Verlobten

Falsches Zimmer: Im Bett mit dem Onkel meines Verlobten

5.0
150 Kapitel
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In wenigen Monaten sollte ich Kevin heiraten, um eine millionenschwere Firmenfusion zu besiegeln. Doch als ich die Tür zur Präsidentensuite öffnete, fand ich ihn im Bett mit meiner ehemals besten Freundin. Ich weinte nicht, filmte den Verrat und betrank mich. In dieser Nacht verlor ich die Kontrolle und landete im Bett eines gefährlichen Fremden. Am nächsten Abend auf meiner Verlobungsfeier traf mich der Schlag: Der Fremde war Cedrick Garrison, Kevins skrupelloser Onkel und der gefürchtete wahre Kopf der Familie. Ich dachte, ich könnte mich rächen, hackte die Bildschirme im Ballsaal und spielte das Sexvideo meines Verlobten vor der gesamten Elite ab. Doch mein Plan ging nach hinten los. Mein eigener Vater rief mich an und brüllte: „Wenn du dich nicht sofort bei Kevin entschuldigst, lasse ich das Grab deiner Mutter exhumieren!“ Cedrick nutzte das Chaos, um Kevin zu vernichten, doch er ließ mich nicht gehen. Er kannte meine Schwachstelle und sah spöttisch zu, wie ich meine Würde zerbrechen und mich bei den Betrügern entschuldigen musste, nur um die letzte Ruhestätte meiner Mutter zu schützen. Ich war völlig verzweifelt. Warum wurde ich, die Betrogene, von meiner eigenen Familie wie Abschaum behandelt? Und was wollte dieser eiskalte Tyrann Cedrick von mir, der mich ansah, als wäre ich seine persönliche Beute? Beim Familienessen zwang Cedrick mir unter den hasserfüllten Blicken aller eine schwere Smaragdkette um den Hals – ein Halsband, das mich offiziell zu seinem Eigentum machte. Die Falle war zugeschnappt, doch ich schwor mir: Ich gehe in die Höhle des Löwen und lasse sie alle brennen.

Inhalt

Falsches Zimmer: Im Bett mit dem Onkel meines Verlobten Kapitel 1 1

Die schwere Mahagonitür der Präsidentensuite des Plaza Hotels stand vor Isidora.

Manhattan, oberste Etage

Die schwere Mahagonitür der Präsidentensuite des Plaza Hotels stand vor Isidora.

Sie umklammerte die Universal-Schlüsselkarte so fest, dass sich die scharfen Plastikkanten in ihre Handfläche bohrten. Der Schmerz erdete sie.

Sie zog die Karte durch. Das grüne Licht blinkte auf, gefolgt von einem leisen Klicken.

Isidora stieß die Tür auf. Die Luft im Inneren traf sie wie ein körperlicher Schlag, schwer vom Geruch teuren Champagners und billiger Lust.

Sie trat auf den Perserteppich. Ihr Blick fiel sofort auf ein maßgeschneidertes Armani-Sakko, das auf dem Boden lag. Es gehörte Kevin.

Ein schwarzer Spitzen-BH hing am Rand des Kristallleuchters im Flur. Es war der von Chantelle, ihrer ehemals guten Freundin.

Isidoras Magen zog sich heftig zusammen, Säure brannte ihr in der Kehle. Das war der Mann, den sie in ein paar Monaten heiraten sollte.

Aus der halb geöffneten Schlafzimmertür hallten die unverkennbaren Geräusche von nasser Haut, die auf Haut klatschte, und lautes, hemmungsloses Stöhnen durch die stille Suite.

Sie weinte nicht. Stattdessen durchströmte eine eiskalte Ruhe ihre Adern.

Isidora zog ihr Handy aus der Tasche. Sie öffnete die Kamera, schaltete in den Videomodus und vergewisserte sich, dass der Blitz ausgeschaltet war.

Sie ging auf das Schlafzimmer zu und stieß die Tür mit dem Absatz weit auf.

Der Bildschirm ihres Handys beleuchtete die verschlungenen Gliedmaßen auf dem Kingsize-Bett. Kevin war obenauf, sein Gesicht im Nacken des blonden Models vergraben.

Das plötzliche Licht ließ Kevin erstarren. Er riss den Kopf herum, seine Augen weit aufgerissen vor lauter Panik.

„Was zum Teufel!", brüllte Kevin, schnappte sich ein Kissen und schleuderte es zur Tür. „Du gruseliger, hässlicher Freak! Verschwinde!"

Isidora zuckte nicht zusammen. Sie neigte nur den Kopf und ließ das Kissen gegen den Türrahmen prallen.

Ihr Daumen drückte den roten Stopp-Knopf. Das Video war gespeichert.

Sie sah Kevins blasses, verschwitztes Gesicht an. In ihrer Brust war keine Eifersucht, nur die kalte Genugtuung eines Jägers, der seine Beute erlegt hat.

Chantelle stieß einen durchdringenden Schrei aus und zog das Seidenlaken hoch, um ihre Brust zu bedecken.

Isidora kehrte ihnen den Rücken zu. Sie verließ die Suite, während ihre Absätze in einem gleichmäßigen, gnadenlosen Rhythmus auf dem Parkettboden klickten.

Als sie den Aufzug erreichte, fühlte es sich an, als würden ihre Lungen kollabieren. Sie schlug mit der Hand auf den Knopf für die Dachterrassen-Bar.

Sie brauchte Alkohol. Sie brauchte ihn, um den Schmutz wegzubrennen, den sie gerade gesehen hatte.

Die Aufzugtüren öffneten sich direkt in das schummrige, violette Umgebungslicht der Dachterrassen-Bar. Der schwere Bass einer Jazzband vibrierte in ihrem Brustkorb, konnte aber das Rumoren in ihrem Magen nicht übertönen. Sie zwang die Übelkeit hinunter, ihr Gesicht immer noch eine Maske aus dicker, ungleichmäßiger Foundation und falschen Sommersprossen, ihre Augen hinter einer scheußlichen, dickrandigen schwarzen Brille versteckt. Sie war ein wandelnder, atmender Witz, und heute Abend würde sie sich dem hingeben.

Sie ging in die abgelegenste Ecke der Bar und ignorierte die Seitenblicke, die ihre seltsame Erscheinung auf sich zog.

„Einen trockenen Martini. Machen Sie ihn so stark wie möglich", sagte Isidora zum Barkeeper.

Als das Glas kam, nippte sie nicht daran. Sie warf den Kopf in den Nacken und schluckte die brennende Flüssigkeit in einem Zug hinunter.

Der Alkohol schoss ihr ins Blut wie ein Streichholz, das in Benzin fällt. Ihr wurde schwindelig.

Plötzlich wurde der Barhocker neben ihr zurückgezogen. Ein großer, breiter Schatten ließ sich nieder.

Noch bevor sie ihn ansah, drang ein Duft in ihre Lungen. Kräftiges Zedernholz, gemischt mit einem dunklen, gefährlichen männlichen Pheromon. Er überdeckte das billige Kölnischwasser der Männer um sie herum vollständig.

„Whiskey. Pur", bestellte der Mann.

Seine Stimme war ein tiefes, raues Grollen. Sie klang erschöpft, wie die eines Mannes, der seit einer Woche nicht geschlafen hatte.

Isidora drehte den Kopf. Die Beleuchtung war furchtbar, aber sie konnte eine messerscharfe Kieferpartie und ein schwarzes Hemd erkennen, dessen oberste zwei Knöpfe offen standen.

Cedrick umklammerte sein Glas, seine Fingerknöchel traten weiß hervor. Seine chronische Schlaflosigkeit hatte seine Nerven seit Tagen zerfetzt.

Doch dann wehte ein Duft durch den Raum zwischen ihnen zu ihm herüber.

Er war schwach. Iris. Eine sehr spezifische, maßgefertigte Iris-Mischung, die sein Gehirn traf wie eine hohe Dosis Beruhigungsmittel. Das ständige Summen in seinem Schädel verstummte augenblicklich.

Cedrick riss den Kopf zu der Frau herum, die neben ihm saß.

Seine dunklen, abgrundtiefen Augen fixierten sie. Er sah die scheußliche, dickrandige Brille, die klumpige, ungleichmäßige Foundation und den streng zurückgebundenen Knoten. Die Erscheinung der Frau stand in krassem Widerspruch zu dem ätherischen, beruhigenden Duft, den sie trug. Aber in diesem Moment, als der erdrückende Druck in seinem Schädel endlich nachließ, war es ihm egal. Es war ihm vollkommen egal. Alles, was zählte, war die Quelle dieses Duftes.

Isidora spürte die Hitze seines Blicks. Er war raubtierhaft. Er ließ die Haare an ihren Armen zu Berge stehen. Es war auch zutiefst verwirrend. Niemand hatte sie je so angesehen, während sie ihre Verkleidung trug.

Sie versuchte aufzustehen und wegzugehen, aber der Martini verriet sie. Ihre Knie gaben nach.

Sie fiel seitwärts.

Ein dicker, muskulöser Unterarm fing ihre Taille auf. Cedricks Hand war glühend heiß, die Hitze brannte sich direkt durch die dünne Seide ihres Kleides.

Der Drang, Kevin zu zerstören, erreichte in Kombination mit dem vielen Alkohol in ihrem Gehirn einen Siedepunkt.

Isidora blickte zu dem Fremden auf. Sie zog sich nicht zurück. Stattdessen griff sie nach oben und schlang ihre Arme um seine breiten Schultern.

Die Morgensonne schnitt durch den Spalt in den schweren Vorhängen und stach Isidora direkt in die Augen.

Sie schnappte nach Luft, ihre Augen flogen auf. Jeder Muskel in ihrem Körper schmerzte mit einem tiefen, pochenden Wundgefühl.

Sie drehte den Kopf. Ein massiver, vernarbter Rücken war ihr auf der anderen Seite des Kingsize-Bettes zugewandt.

Die Erinnerungen an die letzte Nacht schlugen in ihrem Schädel ein wie ein Güterzug. Die rauen Hände, die Bisse, der absolute Kontrollverlust.

Panik schnürte ihr die Kehle zu. Sie konnte nicht atmen.

Isidora warf die Bettdecke von ihrem nackten Körper. Sie krabbelte über den Teppich, raffte ihre verstreuten Kleider zusammen und zog sie mit zitternden Händen an.

Sie musste gehen. Sie musste sicherstellen, dass so etwas nie wieder geschah.

Sie wühlte in ihrer Handtasche und zog zehn frische Hundert-Dollar-Scheine heraus.

Sie schnappte sich einen Hotelkugelschreiber und kritzelte auf einen Notizblock: Standard-Servicegebühr. Wir sind quitt. Sie starrte für den Bruchteil einer Sekunde auf die harten Buchstaben, ihr Gesichtsausdruck verhärtete sich zu absoluter, kalter Distanz. In dem Leben, das sie zu führen gezwungen war, gab es keinen Platz für nachklingende Gefühle oder Bedauern.

Sie knallte das Geld und die Notiz auf den Nachttisch, direkt neben seine schwere, teuer aussehende Uhr und ihre eigene hässliche, dickrandige Brille.

Isidora blickte nicht zurück. Sie riss die Tür der Suite auf und rannte den Flur hinunter wie eine Flüchtige.

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