Kapitel 1
Von Mitgefühl bewegt, rettete ich Jaycob, der von seiner Familie im Stich gelassen worden war, vor den Kriminellen.
Er schwor, dass er immer gut zu mir sein würde.
Aber nachdem er von seiner Familie zurückgeholt worden war, hörte ich, wie er seinen Freunden erzählte: „Jennifer? Nur eine einsame ältere Frau, die mit versteckten Absichten auf mich zukam. Hätte sie mich nicht gerettet, hätte sie nicht einmal das Recht, an meiner Seite zu bleiben.“
Da wurde mir klar, dass er mich so sah.
Ich distanzierte mich von ihm, wie er es wollte.
Doch Jaycob bereute es. Mit Tränen in den Augen flehte er leise: „Jenny, du hast gesagt, du würdest mich nicht verlassen.“
Nachdem ich den Katzenkorb dem Kunden übergeben hatte, wollte ich gerade die Treppe hinuntergehen. Gerade als sich die Aufzugtüren schlossen, huschte eine vertraute Gestalt an meinen Augen vorbei. Ich hielt einen Moment inne. Jaycob. War er nicht auf einer Geschäftsreise nach Zlagos?
Fast impulsiv öffnete ich die Aufzugtüren erneut und folgte ihm. Die Flure des Rusall Clubs wanden sich und drehten sich, und als ich mich einem Privatraum näherte, hörte ich die Stimme von Jaycobs Freund von innen.
„Jaycob, wolltest du nicht in die Smith-Familie einheiraten? Was ist mit deiner Freundin?“
Meine Hand, die gerade an die Tür klopfen wollte, zögerte, und mein Herz setzte einen unverständlichen Schlag aus. Durch die leicht geöffnete Tür sah ich Jaycob, der nie vor mir geraucht hatte, seine Zigarette schnippen. Er ließ ein kaltes Lachen hören und sagte: „Jennifer? Sie ist nur eine gefühlsmäßig zurückhaltende Frau, die mit versteckten Absichten auf mich zukam. Hätte sie nicht mein Leben gerettet, hätte sie nicht einmal das Recht, an meiner Seite zu bleiben.“
Es fühlte sich an, als ob mein Herz gnadenlos zusammengedrückt würde. Ich konnte meinen Ohren kaum trauen. Ich starrte Jaycob wie benommen an. Aber sein Gesicht zeigte keine Emotionen, und die sanften Augen, die ich einst kannte, wirkten nun besonders kalt.
Ein weiterer Freund neckte: „Jaycob hat sich gerade wieder mit seiner Familie versöhnt. Wie könnte er die Heirat mit der Smith-Familie für jemanden wie Jennifer in diesem entscheidenden Moment aufgeben?“ „Genau, Jennifer, die ihre ganze Zeit mit Haustieren verbringt, trägt wahrscheinlich einen merkwürdigen Geruch. Wie könnte sie mit der ältesten Tochter der Smith-Familie verglichen werden?“
Jaycob rieb gedankenverloren das Weinglas und machte sich nicht die Mühe, zu widersprechen. Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken, das erdrückende Gefühl breitete sich überwältigend aus.